3. Juli 2019 - Allgemein

Knochenaufbau: So wird Ihr Knochen für das Implantat gestärkt!

Wie der natürliche Zahn, braucht auch das Zahnimplantat genügend Halt im Kieferknochen. In unserem Blog erklären wir Ihnen, wann wir Ihren Knochen aufbauen müssen und wie wir Ihnen mit einer speziellen Methode auch ohne vorherigen Knochenaufbau Implantate einsetzen können. Mit hochmodernen Vermessungsmethoden können wir jedoch meistens einen Knochenaufbau vermeiden.


Wann muss der Kieferknochen aufgebaut werden?

Darauf gibt es eine einfache Antwort: Wenn er nicht über genügend Substanz verfügt, um das Zahnimplantat sicher halten zu können. Besonders bei Trägern von Vollprothesen sehen wir dieses Problem häufig. Dem Knochen fehlt die Belastung durch Zahnwurzeln – also zieht er sich zurück. Ganz ähnlich wie ein Muskel, der ohne Beanspruchung schwächer wird.

Der Knochenrückgang hat auch ästhetische Folgen für die Betroffenen. Die Wangen wirken oft eingefallen und das Gesicht wird schmaler.

Neben dem jahrelangen Tragen einer Vollprothese gibt es weitere Gründe für einen Rückgang des Kieferknochens:

  • eine unbehandelte Parodontitis
  • unversorgte Zahnlücken
  • Stoffwechselstörungen

Ist ein Zahnimplantat auch ohne Knochenaufbau möglich?

Ja! In den meisten Fällen lassen sich Zahnimplantate auch ohne vorherigen Knochenaufbau einsetzen. Bei der Methode All-on-4 fixieren wir die Implantate in einem speziellen Winkel und nutzen das vorhandene Knochenangebot optimal aus. Voraussetzung dafür ist jedoch eine genaue Planung mit dem Digitalen Volumentomographen (DVT).

Der DVT liefert uns hochauflösende Aufnahmen Ihres Kieferknochens, auf denen wir genau erkennen können, an welchen Stellen Ihre Zahnimplantate sicheren Halt finden – oder wir doch den Umweg über einen Knochenaufbau gehen müssen.

Die Methode “All-on-4” eignet sich besonders für zahnlose Patienten und Patienten, denen die Zahnlosigkeit droht.

Wie lässt sich der Knochen im Oberkiefer und Unterkiefer aufbauen?

Die Knochensubstanz im Oberkiefer ist in der Regel etwas schwächer als im Unterkiefer. Daher müssen wir hier vor einer Implantation häufig etwas nachhelfen. In den Unterkiefer lassen sich in den meisten Fällen ohne vorherigen Knochenaufbau Implantate einsetzen. Durch genaue Vermessung mit einem DVT lässt sich sehr oft ein Knochenaufbau vermeiden:

Knochenaufbau im Oberkiefer mit dem Sinuslift

Wir möchten Ihnen hier als Beispiel eine Methode für den Knochenaufbau im Oberkiefer vorstellen.

Der Sinuslift ist eine bewährte Methode für den Knochenaufbau im Oberkiefer. Man unterscheidet dabei zwischen dem internen- und externen Sinuslift. Das Vorgehen ist jedoch identisch: Wir verlagern den Kieferhöhlenboden nach oben und schaffen so Platz für Ihre Zahnimplantate.

  • interner Sinuslift: Der interne Sinuslift ist während der Implantation selbst möglich und eignet sich für kleinere Knochendefekte von 1 bis 4 Millimeter.
  • externer Sinuslift: Mit dem externen Sinuslift verstärken wir den Kieferknochen meistens während der Implantation; manchmal auch vorher in einer extra Sitzung.

Wir versuchen natürlich immer, den Umweg über einen Knochenaufbau zu vermeiden. Doch wir möchten natürlich auch, dass Sie möglichst lange etwas von Ihren Zahnimplantaten haben. Daher können Sie sich sicher sein: Wir raten Ihnen nur zu einem Knochenaufbau, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt!